Die öffentliche Informationsveranstaltung präsentiert erste Entwürfe für eine Fahrradfahrer- und Fußgängerbrücke über den Main zwischen Maintal-Dörnigheim und Mühlheim. Die IG „Das Mainufer den Menschen“, der ADFC-Kreisverband Main-Kinzig und der ADFC-Ortsverband Mühlheim stellen zwei kreative Brückenkonzepte vor, die im Rahmen eines Hochschulprojekts an der Hochschule Darmstadt entstanden sind. Gezeigt werden Pläne, Visualisierungen und Modelle; nach einer anschaulichen Präsentation gibt es einen Austausch, und das gesammelte Feedback wird später an die Stadtverordnetenversammlung Maintal sowie den Regionalverband weitergegeben.
Aus Sicht der FDP Maintal ist das Vorhaben grundsätzlich positiv zu bewerten: Es ist gut, dass sich Menschen Gedanken machen, wie man Barrieren zwischen Maintal-Dörnigheim und Mühlheim abbauen und die Mobilität verbessern kann. Gleichzeitig bleibt mein absoluter Fokus darauf gerichtet, dass der Parkraum in Maintal erhalten bleibt. Eine Brücke darf den vorhandenen Parkplatzbedarf nicht verschärfen oder Flächen beanspruchen, die dringend für Pendler- und Anwohnerparkplätze gebraucht werden. Bevor hier Milliarden verplant oder teure Unterhaltskosten eingegangen werden, brauchen wir eine klare Kosten-Nutzen-Analyse, eine verlässliche Finanzierung ohne neue Steuern oder Abgaben und eine möglichst sparsame Umsetzung, die den Steuerzahler nicht belastet. Der Magistrat muss eine transparente Prüfung sicherstellen: Welche Flächen würden betroffen, welcher dauerhafte Unterhalt entstünde, welche Auswirkungen auf den motorisierten Verkehr und den ruhenden Verkehr wären zu erwarten? Nur so kann entschieden werden, ob das Projekt wirklich sinnvoll ist oder ob es zu einer Verschärfung des Parkplatzmangels führt.
Politisch halte ich den Austausch über die beiden Konzepte für wichtig, doch wir müssen sicherstellen, dass vor konkreten Planungen keine unnötigen Kosten entstehen. Die Grünen neigen dazu, Fahrradfreundlichkeit stark in den Vordergrund zu stellen; das begrüße ich grundsätzlich, aber wir müssen ihre Vorstellungen ernsthaft mit der realen Parkplatz- und Kostenlage verweben. Wir brauchen eine Perspektive, die Mobilität für alle sicherstellt, ohne Parkräume zu schmälern oder die kommunalen Finanzen zu belasten. Die FDP Maintal bittet daher den Magistrat, in dem Prozess eine belastbare Kosten-Nutzen-Rechnung vorzulegen, die Finanzierung transparent zu gestalten und auf Sparsamkeit zu setzen. Gleichzeitig sollten die Wirtschaftsförderung und die örtlichen Vereine klarmachen, wie sich eine solche Brücke wirtschaftlich auswirkt und welchen Nutzen sie für lokale Betriebe und den Zusammenhalt der Gemeinschaft bietet, ohne neue Belastungen zu schaffen. Kritik an der Umsetzung oder an den Planungsprozessen richtet sich daher nicht gegen städtische Mitarbeiter, sondern gegen die Magistratsentscheidungen und deren Prioritätensetzung; eine gründliche Prüfung ist gerade jetzt notwendig. Die FDP Maintal unterstützt die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Vereine an diesem Prozess, denn gute Mobilitätslösungen brauchen Akzeptanz aus der Mitte der Stadt. Und schließlich bleibt aus unserer Sicht festzuhalten: Eine Brücke kann sinnvoll sein, wenn sie wirklich Mehrwert schafft, aber der Erhalt der Parkplätze in Maintal hat absoluten Vorrang. Die FDP Maintal wird die weiteren Schritte aufmerksam begleiten und darauf achten, dass Investitionen in Verkehrsinfrastruktur nutzerfreundlich, kosteneffizient und parkraumschonend bleiben.