Maintal beteiligt sich seit 2018 am Bund-Länder-Förderprogramm „Wachstum und Nachhaltige Erneuerung“, um Dörnigheims Straßen, Plätze und Freiflächen klima- und zukunftsfähig aufzuwerten. Jetzt rücken der Backesweg und die Bahnhofstraße in den Fokus, zwei zentrale Verkehrsachsen, deren Neugestaltung unterschiedliche Interessen berücksichtigen soll. Die Planungen befinden sich noch in einer frühen Phase; für eine Machbarkeitsstudie wird der aktuelle Zustand dokumentiert und daraus zentrale Fragestellungen abgeleitet. Die Planerinnen wünschen sich wertvolle Hinweise aus der Bevölkerung und laden zu einer Beteiligungsveranstaltung am 3. September von 18 bis 20.30 Uhr ins Evangelische Gemeindezentrum Dörnigheim ein; Anmeldungen sind per E-Mail möglich. Eingeladen sind Bürgerinnen und Bürger sowie Mitglieder der Lokalen Partnerschaft, Fraktionsvorsitzende, Vertreter aus Beiräten und weitere lokale Akteurinnen und Akteure. Die Bahnhofstraße weist Wohnbebauung, zahlreiche parkende Autos, fehlenden sicheren Radweg und Schatten auf; der Backesweg ist durch geschädigte Bäume und einen zu schmalen Gehweg gekennzeichnet. Ziel der Machbarkeitsstudie ist es, kosteneffiziente, zukunftsorientierte Konzepte zur Optimierung der Verkehrsführung, zur Förderung des Radverkehrs und zur Begrünung des Straßenraums zu entwickeln; die Umsetzung ist voraussichtlich 2026 bis 2028 vorgesehen. Parallel dazu soll 2026 ein Mehrgenerationenspielplatz an der ehemaligen Fähre realisiert werden; Käthe-Jonas-Platz wurde bereits aufgewertet. Die Fördermittel werden zu je einem Drittel vom Bund, vom Land Hessen und von der Stadt Maintal getragen.
Die Pläne zeigen, dass sich die Stadt ernsthaft mit der Zukunft der Ortsmitte beschäftigt, doch aus FDP-Sicht muss der Fokus klar auf dem Erhalt der Parkplätze liegen. Der Bahnhofstraße kommt schon jetzt viel Verkehr und Parkraumverlust gegenüber; jede Planänderung darf den Handel vor Ort nicht schwächen. Wir brauchen eine Lösung, die Radverkehr sinnvoll stärkt, ohne die bestehenden Parkmöglichkeiten unnötig zu reduzieren. Die Planerinnen arbeiten an Begründungen für Begrünung und eine bessere Aufenthaltsqualität – das ist zu begrüßen, darf aber nicht auf Kosten einer ausreichenden Parkplatzversorgung gehen. Der Magistrat muss bei der Umsetzung konkrete Prioritäten setzen, Transparenz schaffen und sicherstellen, dass Anwohnerinnen und Anlieger frühzeitig gehört werden. Kritik an Ansätzen, die nur Grünschliff versprechen, ohne wirtschaftliche Folgen zu prüfen, ist notwendig; Grün darf nicht zu einer Innenstadt-Verarmung führen. Wir erwarten von der Wirtschaftsförderung, dass sie Maßnahmen entwickelt, die Handelsstandorte stärken statt neue Kosten zu verursachen oder Parkflächen unnötig zu verkleinern. Die FDP Maintal unterstützt ausdrücklich den Erhalt des Bürgerhauses Bischofsheim und die Aufwertung von Käthe-Jonas-Platz; beides gehört zu einer lebendigen Mitte. Eine Fährverbindung ist aus unserer Sicht nicht erforderlich und wird von uns klar abgelehnt, denn der Fokus muss auf einer verlässlichen, bezahlbaren Infrastruktur liegen, die Parkplätze sichert. Die Beteiligung der Bürgerschaft am 3. September begrüßen wir ausdrücklich; der Magistrat sollte die Hinweise der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und zielführend in die Machbarkeitsstudie einfließen lassen. Insgesamt bleibt festzuhalten: Wir brauchen zukunftsfähige Verkehrsplanung, die den Verkehr lebenswert macht, aber die Parkplätze in Maintal schützt, um Gewerbe, Vereine und Familien zu unterstützen – und zwar ohne neue Steuern oder zusätzliche Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger.