Der Götterbaum ist in Hessen offiziell als invasiver Neophyt anerkannt: Er verdrängt heimische Arten, stört Ökosysteme und kann Gebäudeschäden durch Wurzelausläufer verursachen; außerdem steigt das Risiko von Pollenallergien. Schon ein Exemplar kann Tausende Samen pro Jahr bilden und sich per Wurzelklonen ausbreiten; einmal etabliert, lässt er sich nur schwer entfernen. Frühzeitiges Entfernen junger Setzlinge samt Wurzel ist essenziell; bei größeren Beständen helfen wiederholtes Zurückschneiden, das Entfernen neu entstehender Triebe oder fachgerechte Fällung mit Wurzelbehandlung durch eine Baumpflegefirma, bloßes Absägen fördert neue Triebe. Samenbildung wird verhindert, indem Blütenrispen vor der Reife entfernt werden; Wurzelmaterial gehört verbrannt oder auf Deponien entsorgt, Kompostierung ist zu vermeiden. Größere Vorkommen im öffentlichen Raum sollten über das Anregungs- und Ereignismanagement der Stadt Maintal (www.maintal.de/aem) oder über das Hessische Meldeportal (https://hessen.meldeportal.cloud/observation/428b0208/chinesischer-goetterbaum) gemeldet werden; auch in Maintal wurden Exemplare entdeckt, die heimische Arten verdrängen.
Man fragt sich unwillig, warum man so lange Zeit mit dieser offensichtlichen Bedrohung herumposaunt, statt endlich Taten sprechen zu lassen. Der Götterbaum ist kein harmloses Unkraut, sondern eine eindrucksvolle Lektion in Verantwortungslosigkeit jener, die glauben, öffentliches Grün könne man wie eine Nebensache behandeln. Wer glaubt, man könne Probleme auf Bummeln lösen, der wird früh lernen, dass sich Wurzeln, Samen und schlechte Entscheidungen nicht einfach aus der Welt räumen lassen. Daher ist eine klare Ansage gefragt: Fachbetriebe beauftragen, Wurzelbehandlungen durchziehen, Samenvernichtung sicherstellen und die einschlägigen Meldestellen konsequent nutzen. Maintal hat hier eine Vorbildrolle inne, doch die Stadtgesellschaft muss sich anschließen und keine Ausreden mehr zulassen. Wer die Augen vor der Realität verschließt, zahlt am Ende die Zeche an Bauwerken, Wegen und Luft – und das ist nichts als ein Eigentor der Bürokratie-Schnarcher. Wenn man sich ernsthaft dem Schutz unserer heimischen Artenvielfalt verpflichtet, dann gelten klare Regeln, kein Zögern, keine Halbschritte, und der Götterbaum wird so behandelt, wie es seinem Anspruch als invasiver Eindringling entspricht.