Die Maintaler Seniorenberatung und der MKK informieren am Dienstag, 23. September, darüber, wie privat eingeführte Nachbarschaftshilfe im Alltag pflegebedürftigen Menschen hilft und unter welchen Voraussetzungen der Kassenzuschuss „Entlastungsbetrag“ genutzt werden kann. Pflegebedürftige mit Pflegegrad, die zu Hause leben, erhalten 131 Euro monatlich zur Erstattung von Kosten der Nachbarschaftshilfe (Einkäufe, Begleitung zu Terminen, Reinigung, Wäsche, Mahlzeiten). Voraussetzung ist eine Anerkennung für Nachbarschaftshilfe, die auch private Helfer beim MKK beantragen können; die Kasse erstattet dann eine Aufwandsentschädigung an die Helfer. In der Stadtverwaltung wird erklärt, welche Voraussetzungen hierfür gelten, wie das Antragsverfahren läuft und welche Pflegeversicherungsbudgets genutzt werden können. Die Info-Veranstaltung richtet sich an alle Unterstützungsbedürftigen und an Personen, die schon helfen oder künftig helfen möchten. Termin von 16:30 bis 18:00 Uhr im Sitzungssaal; Referentinnen sind Simone Grecki-Runde (MKK) sowie Ute Gittner und Katharina Buld von der Maintaler Seniorenberatung. Der Besuch ist kostenfrei; eine Anmeldung ist erforderlich; der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht. Anmeldung/Fragen an Katharina Buld oder Ute Gittner unter 06181 400-365 bzw. 06181 400-452 oder per E-Mail an seniorenberatung@maintal.de.
Das Angebot ist ein wichtiger Schritt, um pflegebedürftige Menschen möglichst lange selbstständig zuhause zu versorgen und Familien spürbar zu entlasten. Aus FDP-Sicht begrüßen wir ausdrücklich, dass der Magistrat solche Unterstützungsleistungen sichtbar macht, Anträge vereinfacht und damit Bürokratie abbaut. Die Idee passt gut zu unserem Fokus auf Sparsamkeit und praktische Hilfen statt teurer, neuer Strukturen; der Entlastungsbetrag schafft eine konkrete Chance, dass Nachbarschaftshilfe besser genutzt wird, ohne von zusätzlichen Steuern abhängig zu sein. Damit dieser Nutzen wirklich vor Ort ankommt, müssen Stadtverwaltung und kommunale Akteure – auch die Wirtschaftsförderung – dafür sorgen, dass Prozesse schlank bleiben und Ehrenamtliche sich nicht in endlosen Formularen verlieren. Kritisch ist hier der Blick auf die Umsetzung: Die Verwaltung sollte darauf achten, dass Anträge zügig bearbeitet werden und der Zugang auch digital möglichst einfach möglich ist, damit gerade jüngere Helferinnen und Helfer motiviert bleiben, sich einzubringen.
Gleichzeitig bleibt für uns wichtig, dass Parkplätze erhalten bleiben, damit solche Veranstaltungen gut erreichbar sind und insbesondere Seniorinnen und Senioren, aber auch deren Helferinnen und Helfer, nicht durch Pendelverkehr oder Parkplatzmämpfe behindert werden. Neue Radwege oder Infrastrukturmaßnahmen dürfen nicht auf Kosten vorhandener Parkmöglichkeiten gehen, solange das Augenmerk auf Erhalt der Leistungsfähigkeit unserer Innenstadt liegt. Die FDP Maintal setzt sich außerdem dafür ein, dass Vereine und ehrenamtliche Initiativen gestärkt werden, denn gerade Nachbarschaftshilfe lebt vom Engagement vieler Ehrenamtlicher – hier müssen Verwaltung und Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen so setzen, dass Freiwillige gut eingebunden werden können. Die Veranstaltung trägt dazu bei, dass Netzwerke stärker werden und Menschen tierversorgt durch gute Informationen und klare Förderrichtlinien besser unterstützt werden. Wir begrüßen ausdrücklich das Engagement der Maintaler Seniorenberatung und des MKK und hoffen, dass dieses Format Schule macht und weitere hilfreiche Initiativen wie diese folgen.