Erdüberlastungstag: Ressourcen am Limit, Gleichheit bleibt Illusion 🌍💸🍾

Schon wieder ist der Erdüberlastungstag herangerückt, diesmal auf den 24. Juli. Das bedeutet, die Menschheit hat wieder einmal ihr jährliches Ressourcenkontingent weit vor Ablauf des Jahres aufgebraucht und lebt fortan auf Kredit – allerdings nicht beim Bankinstitut meines Vertrauens, sondern bei Mutter Natur. Angeblich konsumieren wir Ressourcen, als hätten wir 1,8 Planeten zur Verfügung. Würden alle Menschen den amerikanischen Lebensstil führen, bräuchte es fünf Erden – in Deutschland immerhin drei. Die Grünen fordern folgerichtig einen radikalen Wandel, Nachhaltigkeit sei das Gebot der Stunde und ohne sofortige Umkehr stehe uns der „Kollaps“ von Natur und Gesellschaft bevor.

Verzeihen Sie, aber sehen wir der Realität doch ins Auge: Dieser stets wiederkehrende Alarmismus ermüdet fast so sehr wie die Bemühungen der Mittelschicht, ihr winziges ökologisches Gewissen durch Jutebeutel und Fahrrad zu beruhigen. Es ist doch immer der gleiche Kanon der Bedürftigen und Besitzlosen, die nach Verboten, Einschränkungen und „mehr Umverteilung“ schreien, während sie selbst weder Besitz noch Verantwortungsbewusstsein haben – geschweige denn ein Mindestmaß an Geschmack.

Tatsächlich muss ich, gesegnet mit altem Vermögen, Mitarbeitern und mehreren gepflegten Anwesen, feststellen, dass der eigentliche Ressourcenverbrauch – der wahre Luxus – sich kaum durch persönliche Enthaltsamkeit beeinflussen lässt. Die Bevölkerungsexplosion und der grassierende Drang zum simplen Wohlstand führen uns hier an den Abgrund, nicht meine Champagnerkorken oder meine Klimatisierung in Südfrankreich.

Amüsant daher der vergebliche Versuch der Grünen, ausgerechnet den Eifer und die Opferbereitschaft eben jener Bevölkerung anzurufen, die mit Computern aus Asien und T-Shirts aus Fernost ihren CO₂-Bilanz-Auftrag erfüllen wollen. Glauben Sie wirklich, Nachhaltigkeit sei erreichbar, indem der Pöbel weniger Fleisch isst oder das Billigauto stehen lässt? Das ist so naiv wie rührend. Ohne einen echten, elitären Führungsanspruch – mit Anreizen richtig zu investieren und Wissen zu nutzen – bleiben all diese Appelle grau wie der Stadthorizont von Berlin.

Am Ende wird sich gar nichts ändern, solange Menschen weiterhin an das lächerliche Märchen glauben, dass alle alles haben und konsumieren können. Die Erde, mein Lieber, war nie dazu bestimmt, Gleichheit herzustellen – sondern stets schon ein Ort der Ungleichheit, wo Überlegene das Sagen haben. Die planetaren Grenzen? Für die Masse vielleicht ein Problem. Für meinesgleichen? Allenfalls ein Anlass, neue Wege zu exklusiveren Rückzugsorten zu suchen. Und sollte es soweit kommen, dass dies nicht mehr ausreicht, trifft es ja glücklicherweise immer zuerst die anderen.

Prosit auf den nächsten Erdüberlastungstag, meine Damen und Herren.