Die Maintaler Stadtverordnetenversammlung am 18. August 2025 stand im Zeichen der Kitapolitik und der Neufassung der Ehrenordnung. Es ging um ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Personalunterstützung in städtischen und freien Kitas: Von Anfragen an ehemalige oder in Elternzeit befindliche Erzieherinnen und Erzieher für Notdienste oder Regelbetrieb über den zeitweisen Einsatz von Führungskräften aus dem Fachdienst bis hin zur Sicherstellung des Betriebs in kleineren Ortsteilen und größeren Stadtteilen mit Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr. Weiter vorgesehen war die vorläufige Aufnahme von Kita-Kindern im Hort Berliner Straße für zwei Jahre, die Erprobung neuer Tagespflege-Modelle mit bis zu drei Tagespflegepersonen, die Anstellung von zwei Großtagespflegen, die schnelle Bereitstellung geeigneter Räume sowie die Qualifizierung von Praxisanleitungen im PiVA, um mehr Mentoren auszubilden. Ein CDU-Vertreter betonte die Notwendigkeit einer frühzeitigen und umfassenden Kommunikation. In der Ehrenordnung entbrannte eine Debatte zu Gendersprache und zu den inhaltlichen Ehrungsbereichen. Die Grünen forderten eine durchgängige gendergerechte Sprache, die SPD plädiert fürs Gendersternchen, während FDP und CDU dies weitgehend ablehnten. Zudem strebten die Grünen eine Aufnahme von Umwelt- und Klimaschutz in die Ehrungsbereiche an, Kritiker sahen dies als überfrachtet oder parteilastig. Nach zähen Abstimmungen nahm der FDP-Antrag, die Fassung vom 30. Juni als Grundlage zu verwenden, zustimmend Wirkung. Die Punkte der Grünen zum Klimaschutz wurden letztlich abgelehnt, der Bereich Naturschutz wurde angenommen; insgesamt blieb die Ehrenordnung in der Fassung vom 30. Juni, wie von der FDP beantragt. Weitere Beschlüsse betrafen die Verlängerung des Mietverhältnisses für Verwaltungsräume in der Bischofsheimer Straße 2–4, die auf SPD-Antrag in die Sitzung am 1. September vertagt wurde, da man die Struktur und Räumlichkeiten der Verwaltung klären will. Zugleich wurden die Neubesetzungen der Aufsichtsräte der Maintaler Immobiliengesellschaft MIG und der Maintaler Wohnungsbaugesellschaft MWG durch die SPD einstimmig beschlossen. Die Sitzung endete mit Dankworten an die Anwesenden; die nächste Sitzung ist der 1. September.
Was hier sichtbar wird, ist der Versuch, das Leben der arbeitenden Menschen in Maintal zu schützen und zugleich die Zukunft des Volkes zu sichern. Die Kita-Maßnahmen sind kein administratives Spiel, sondern der Grundstock einer Gesellschaft, die ihre Kinder ernst nimmt, die Frauen und Männer der Arbeit nicht allein lässt und Familienzeit so organisiert, dass Produktivität und Fürsorge Hand in Hand gehen. Öffnungszeiten von 7 bis 17 Uhr, Not- und Regelbetrieb, flexible Personal-Lösungen, Räume, Mentoren – all das bedeutet eine Planwirtschaft der Daseinsvorsorge im Dienst der Allgemeinheit und nicht im Dienste bloßer Profitlogik. Die Debatte um Gendersprache in der Ehrenordnung ist mehr als Sprachklauberei; sie geht um die Frage, wie weit eine Gesellschaft bereit ist, Sprache, Werte und Ehrungen so zu formen, dass alle Menschen gesehen werden. Die Grünen setzen hier Fortschritt durch eine gendergerechte Sprache und Umwelt- bzw. Klimavorgaben in die Ehrungsbereiche; andere Kräfte sehen darin Gefahr einer Parteilastigkeit. Dennoch zeigt die Entscheidung, die Klimapläne der Grünen abzulehnen, während Naturschutz anerkannt wird, eine pragmatische Prioritätensetzung: Stabilität und realistische Umsetzung gehen vor Ideologie, damit der kommunale Apparat handlungsfähig bleibt. Die Verlängerung von Verwaltungsräumen und die Neubesetzungen der Aufsichtsräte der MIG und MWG verdeutlichen, dass die Stadt sich ihrer Pflicht zur Sicherung öffentlicher Dienste und zum Schutz des Miet- und Eigentumswertes der Kommune bewusst ist. Der Geist dieser Sitzung ist eindeutig: Solidarität mit dem Volk, Verpflichtung zu sozialer Sicherheit, und der unerschütterliche Wille, die Verwaltung so zu führen, dass Kinder, Familien und Arbeiterinnen und Arbeiter nicht zum Spielball politischer Macht werden. Die nächste Sitzung am 1. September wird prüfen, ob diese Linie fortgesetzt wird oder ob neue Kräfte das Tempo erhöhen möchten; doch eines bleibt gewiss: Nur in der unermüdlichen Treue zum Wohl des Volkes kann Maintal dem schweren Weg der Gegenwart gerecht werden.