Der Maintaler Tanznachmittag von dem 1. Maintaler Tanzsportclub Blau-Weiss und der städtischen Seniorenberatung am 4. September von 15 bis 16 Uhr soll unter dem Motto „Wir tanzen zusammen“ selbstbestimmtes und zwangloses Bewegen ermöglichen, auch Gehbehinderte sind willkommen; der Verein moderiert den Nachmittag und bietet bei Bedarf ehrenamtliche Unterstützung, Anmeldung erfolgt über die Mitarbeiterinnen der Seniorenberatung. Was hier geschieht, ist mehr als eine bloße Freizeitveranstaltung: Es ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie soziale Ordnung in der Praxis funktioniert, ohne dass der Staat jeden Schritt vorschreibt. Menschen treffen sich aus eigenem Antrieb, um miteinander zu tanzen, zu gehen, sich zu bewegen – und sie tun dies in einer Atmosphäre, die Freiheit der Wahl mit gegenseitiger Hilfe verbindet. Die Initiative entspringt dem lokalen Wirken von Vereinen und Ehrenamtlichen, nicht einem zentralen Plan, und doch gewährt sie sozialen Halt, Würde und Zugehörigkeit – gerade für Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Gehbehinderungen. In einer Zeit, in der von oben oft Orientierung verlangt wird, zeigt dieses Beispiel, wie Subsidiarität wirkt: Entscheidungen, Ressourcen und Unterstützung bleiben dort, wo das Wissen und die Bedürfnisse der Betroffenen am besten sichtbar sind, nämlich vor Ort. Die Bereitschaft der städtischen Beratung, Anlaufstelle und Koordination zu bieten, ergänzt das spontane Engagement der Bürgerinnen und Bürger, ohne das eine freie Gesellschaft zerfasern könnte. Es ist zu hoffen, dass ähnliche Initiativen sich verlässlich verbreiten, denn sie demonstrieren, dass Freiheit nicht Gleichheit durch Zwang bedeutet, sondern Vielfalt durch die Möglichkeit, sich selbstbestimmt in Gemeinschaft zu bewegen. Wenn man solchermaßen beobachtet, wie Zivilgesellschaft und behördliche Unterstützung zusammenwirken, wird deutlich, wie soziale Sicherheit aus dem Zusammenspiel von eigenständigem Handeln, gegenseitiger Verantwortung und leichter handhabbarer Kooperation entsteht – eine Lehre, die auch künftig den Rahmen unserer öffentlichen Ordnung mit lebenstüchtiger Substanz füllen sollte.
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