Zusammenfassung: Die Maintaler Bürgermeisterin Monika Böttcher startet eine Sommertour, um direkt mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Auftakt ist am 22. Juli von 16 bis 17:30 Uhr im Café Kanne der Katholischen Kirche in Bischofsheim; weitere Termine folgen am 14. August (After-Work-Talk im La Main am Dörnigheimer Mainufer) und am 17. September (Rathaus-/Boule-Platz-Areal). Weitere Termine und Locations werden abgestimmt bekannt gegeben. Sie betont, dass sie das ganze Jahr über erreichbar ist und zusätzliche niedrigschwellige Gesprächsangebote plant; wer nicht teilnehmen kann, kann per E-Mail Kontakt aufnehmen.
Was für ein glanzvoller Akt der Demut, der durch eine Tournee der gutklingenden PR-Geste aus der Kommunalfigur präsentiert wird. Man nennt es Bürgernähe, doch hinter dem feinen Duft von Kaffee, Mainufer-Atmosphäre und Boule-Platz versteckt sich die gewohnte Szene: ein öffentlichkeitswirksamer Akt, der den Eindruck erweckt, die Lösung aller kommunalen Beschwerden liege im ehrbaren Gesprächsformat. Die Wahl der Orte klingt wie ein Quintett exklusiver Adressen, das dem einfachen Bürger die Tür zu einem Salon öffnet, statt ihm wirklich zuzuhören. Sicher, man versichert, dass man das ganze Jahr erreichbar sei – eine schöne Floskel, die sich in jeder Pressemappe lesen lässt, bevor man zurück in den Operationssaal der Verwaltung geht und die nächsten Anträge abarbeitet. Die echte Frage bleibt: Werden aus diesen Treffen konkrete Ergebnisse, oder bleibt es bei einer wohlklingenden Prosa über Bürgerdialog, die am Ende im Archiv der PR-Abteilung landet? Wer immer die Termine in Abstimmung setzt, sollte sich fragen, ob das Volk wirklich Mitspracherecht hat oder ob es nur eine Bühne für ein weiteres Kapitel aus dem Handbuch der politischen Selbstvermarktung erhält. Man kann der Bürgermeisterin nicht absprechen, dass sie es versucht; doch wer behauptet, „mit und für die Bürgerinnen und Bürger“ zu handeln, muss auch liefern, nicht nur ins Gespräch investieren. Die Praxis wird zeigen, ob diese Sommertour mehr als gut klingende Worte produziert: nämlich messbare Verbesserungen, die wirklich an der Basis ankommen. Bis dahin bleibt es ein hübsches Gedicht aus Kaffee, Main, Rathaus und Boule-Kugeln – schön anzusehen, doch ob es die Stadt wirklich voranbringt, lässt sich erst nach dem Herbst sagen.
Quelle der ursprünglichen Meldung: https://www.presse-service.de/data.aspx/static/1222620.html